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Jugendblasorchester im Ausland bejubelt

22.06.2014 Von Ines Eifler
Das Görlitzer Jugendblasorchester mit Dirigent Uwe Flaschel war im Mai im schweizerischen Schwanden zu Gast.

„Brasil Tropical“, ein Medley aus brasilianischen Rhythmen und Melodien steht zurzeit auf dem Probenplan des Görlitzer Jugendblasorchesters (JBO) der Musikschule am Fischmarkt. „Aus aktuellem Anlass natürlich, wegen der Fußball-WM“, sagt Uwe Flaschel. Der Orchesterleiter hat aber auch echte Kontakte nach Brasilien, die er in Zukunft gerne ausbauen möchte. Seit dem Tag der Sachsen in Grimma 2008 kennt er den Leiter eines Ensembles in Brasilien, für das er Verbindungen in die Lausitz geknüpft hat. Zum Beispiel zur Trachtengruppe „Rübezahl“ Deutsch-Paulsdorf. Da das Interesse besonders der deutschstämmigen Brasilianer an Deutschland sehr groß ist, hofft er aber, dass sich in Zukunft auch die Verbindung zum JBO vertieft. Aber das ist zunächst noch in der Schwebe. Konkret sind die Kontakte ins Ausland, die das Orchester bereits jetzt schon pflegt.
Erst Ende Mai waren die 30 jungen Musiker beim Young-Band-Festival in Schwanden in der Schweiz, einem Treffen verschiedener junger Orchester der Region. Dort wurden die Görlitzer mit Laola-Welle und Mehrfachapplaus so umjubelt wie noch nie zu vor außerhalb Deutschlands. „Wir haben natürlich auch mitreißende Stücke gespielt“, sagt Flaschel. Etwa „Tequila“ und „Rock around the Clock“. Voraus ging diesem Treffen eine erste Schweizreise 2012 in die Kantonhauptstadt Glarus. Dort hat Flaschel einen ehemaligen Klassenkameraden, der früher, wie er selbst, JBO-Mitglied war. Als der erfuhr, dass Flaschel seit 2000 Heinz-Jürgen Kleins Nachfolger als Orchesterleiter ist, schlug er vor, die Görlitzer einmal einzuladen. Anlass dazu war dann das schweizweite „Eidgenössische Schützenfest“, dessen musikalische Umrahmung das JBO komplett übernahm. 2015 will dann das Schwandener Jugendorchester in Görlitz zu Gast sein. Und schließlich sind da noch die Verbindungen nach Tschechien und nach Ungarn. Mit der Majorettentanzgruppe aus Rtyne v Podkrkonoší, also am Fuße des Riesengebirges, ist das Orchester seit zwölf Jahren in engem Kontakt. Es gibt Begegnungen und gemeinsame Auftritte, eine neue Einladung der Tschechen hat Uwe Flaschel schon wieder auf dem Tisch liegen. Ende August fahren die jungen Musiker aber erstmal zu einem Probenlager nach Bonyhad in Südungarn. Auch hier gibt es einen Austausch, voriges Jahr war das ungarische Orchester hier, um gemeinsam mit den Görlitzern zu proben.
Kontakte ins Ausland sind für das Jugendblasorchester nicht neu. In der DDR reiste es in die CSSR und die UdSSR, danach zu westdeutschen Orchestern und nach Amiens. Aber so international wie heute war das Ensemble nach der Wende noch nie unterwegs. „Man muss den Jugendlichen etwas Abenteuer und Globalität bieten, um sie zu motivieren und über den Tellerrand schauen zu lassen“, sagt Uwe Flaschel. Immerhin nähmen sie und ihre Eltern in Kauf, dass drei Nachmittage pro Woche für Proben reserviert sind, ein Teil der Ferien für Probenlager und viele Wochen für Auftritte. Als „Gegenleistung“ seien die Fahrten ins Ausland wichtig. Oder auch Wettbewerbe: Voriges Jahr etwa errang das Orchester das Prädikat „Sehr gut“ bei einem Kritikspiel auf dem MDR-Musikfest in Chemnitz. Demnächst ist das Orchester beim Eibauer Bierzug am 29. Juni zu erleben, bei einem Orchesterwettbewerb in Frankenberg am 12. Juli – im Bus dahin sind übrigens noch Fanplätze frei – und natürlich beim Altstadtfest. Dann wird das JBO gerade aus Ungarn zurück sein.
Kontakt zu JBO und Förderverein über Musikschule am Fischmarkt: 03581 407261, www.musikschule-goerlitz.de

Artikel-URL: http://www.sz-online.de/nachrichten/jugendblasorchester-im-ausland-bejubelt-2865877.html

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